🧪 Trinkwasser

Legionellen im Trinkwasser vorbeugen

Legionellen sind Bakterien, die sich im warmen Wasser vermehren können und gesundheitsgefährdend sind. Mit den richtigen Temperaturen und etwas Aufmerksamkeit lässt sich das Risiko deutlich senken. Wir klären auf.

📅 22. April 2025 ⏱️ 6 Min. Lesezeit 🏷️ Trinkwasser

Was sind Legionellen?

Legionellen sind natürlich vorkommende Bakterien, die in geringer Zahl in fast jedem Wasser vorhanden sind. Problematisch werden sie, wenn sie sich stark vermehren — und das geschieht vor allem in warmem, stehendem Wasser. Werden die Bakterien dann als feiner Sprühnebel eingeatmet, etwa beim Duschen, können sie Atemwegserkrankungen auslösen.

Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, ältere Personen und Menschen mit Vorerkrankungen. Über das Trinken von Wasser ist die Gefahr dagegen gering — entscheidend ist das Einatmen vernebelter Wassertröpfchen.

Wo sich Legionellen wohlfühlen

Legionellen vermehren sich am besten im Temperaturbereich zwischen etwa 25 und 45 Grad Celsius. Stehendes Wasser, lange Leitungswege und selten genutzte Zapfstellen begünstigen das Wachstum zusätzlich. Typische Risikofaktoren sind:

  • Zu niedrig eingestellte Warmwassertemperatur
  • Selten genutzte Leitungen und Zapfstellen (Stagnation)
  • Verkalkte oder verschlammte Warmwasserspeicher
  • Lange Leitungswege mit lauwarmem Wasser
  • Längerer Leerstand, etwa nach dem Urlaub

So schützen Sie sich

  1. Warmwasser am Speicher auf mindestens 60 Grad Celsius einstellen.
  2. An den Zapfstellen sollten mindestens 55 Grad ankommen.
  3. Selten genutzte Leitungen regelmäßig durchspülen.
  4. Nach Urlaub oder Leerstand zuerst heiß durchspülen, bevor Sie duschen.
  5. Duschköpfe und Perlatoren regelmäßig entkalken und reinigen.

Nach dem Urlaub durchspülen: Lassen Sie nach längerer Abwesenheit das warme Wasser einige Minuten laufen — am besten ohne sich dem Sprühnebel auszusetzen — bevor Sie die Dusche normal nutzen.

Legionellenprüfung — wann ist sie Pflicht?

Für Vermieter und Betreiber von Anlagen mit zentraler Warmwasserbereitung, die Wasser an mehrere Parteien abgeben, gelten regelmäßige Untersuchungspflichten. In Mehrfamilienhäusern muss das Trinkwasser je nach Anlage in festen Abständen auf Legionellen geprüft werden. Im selbst genutzten Einfamilienhaus besteht diese Pflicht in der Regel nicht, dennoch sind die Schutzmaßnahmen sinnvoll.

Wann ein Fachbetrieb helfen sollte

Lässt sich die empfohlene Warmwassertemperatur nicht erreichen, ist der Speicher verkalkt oder besteht der Verdacht auf erhöhte Legionellenwerte, sollten Sie einen Fachbetrieb hinzuziehen. Dieser kann die Anlage prüfen, einstellen und bei Bedarf eine thermische Desinfektion durchführen.

Wir unterstützen Sie bei der fachgerechten Einstellung und Wartung Ihrer Warmwasseranlage. Erreichbar unter 0176 17978825.

Häufige Fragen zu Legionellen im Trinkwasser

Ab etwa 60 Grad Celsius werden Legionellen zuverlässig abgetötet. Deshalb sollte der Warmwasserspeicher auf mindestens 60 Grad eingestellt sein.

Beim Trinken ist die Gefahr gering. Riskant ist das Einatmen vernebelter Tröpfchen, etwa beim Duschen. Gefährdet sind vor allem immungeschwächte Menschen.

Warmwasser ausreichend heiß einstellen, Leitungen regelmäßig durchspülen, Stagnation vermeiden und Duschköpfe entkalken. Nach Urlaub zuerst heiß durchspülen.

Für Vermieter und Betreiber zentraler Warmwasseranlagen mit mehreren Parteien gelten Prüfpflichten. Im selbst genutzten Eigenheim besteht meist keine Pflicht.

🚨 Notfall? Wir helfen sofort. Bei akuten Sanitär- und Heizungsnotfällen ist unser Installateur-Notdienst rund um die Uhr für Sie erreichbar — deutschlandweit, 365 Tage im Jahr. Rufen Sie an unter 0176 17978825.