Erste Regel: Nicht noch einmal spülen
Der häufigste Fehler bei einer verstopften Toilette ist es, in Panik erneut zu spülen. Steht das Wasser bereits hoch, läuft die Schüssel dabei über und es kommt zu einer unangenehmen Sauerei im Bad. Warten Sie zunächst ab, ob der Wasserstand von selbst langsam sinkt — dann ist die Verstopfung nur teilweise und lässt sich leichter lösen.
Wasserstand zu hoch? Schöpfen Sie mit einem Becher etwas Wasser ab, bevor Sie mit Saugglocke oder anderen Methoden arbeiten. So vermeiden Sie ein Überlaufen.
Methode 1: Die Saugglocke (Pümpel)
Die klassische Saugglocke ist nach wie vor das wirksamste Hausmittel. Wichtig ist, dass der Gummiteller die Abflussöffnung vollständig abdeckt und genug Wasser in der Schüssel steht, damit ein Vakuum entstehen kann.
- Saugglocke mittig über dem Abfluss platzieren.
- Mehrmals kräftig und gleichmäßig auf- und abpumpen, ohne den Kontakt zu lösen.
- Nach etwa zehn Stößen ruckartig nach oben ziehen.
- Vorgang wiederholen, bis das Wasser abläuft.
Methode 2: Heißes Wasser und Spülmittel
Bei Verstopfungen durch zu viel Toilettenpapier hilft oft eine einfache Kombination aus heißem (nicht kochendem) Wasser und Spülmittel. Geben Sie einen großzügigen Schuss Spülmittel in die Schüssel und gießen Sie anschließend etwa fünf Liter heißes Wasser aus etwas Höhe hinterher. Das Spülmittel wirkt als Gleitmittel, die Wärme weicht das Papier auf.
Lassen Sie die Mischung 20 bis 30 Minuten einwirken. Häufig löst sich die Verstopfung in dieser Zeit von selbst. Verzichten Sie auf kochendes Wasser — bei Keramik kann der Temperaturschock zu Rissen führen.
Methode 3: Rohrreinigungsspirale
Sitzt der Pfropfen tiefer im Abfluss, kommt eine flexible Rohrreinigungsspirale zum Einsatz. Sie wird vorsichtig in den Abfluss geschoben und mit drehender Bewegung durch den Siphon geführt, bis sie auf den Widerstand trifft. Mit etwas Gefühl lässt sich die Verstopfung dann durchstoßen oder herausziehen.
Finger weg von chemischen Rohrreinigern: Im WC richten aggressive Chemikalien oft mehr Schaden an als Nutzen. Sie greifen Dichtungen und Keramik an und sind ein Risiko für die Umwelt.
Wann Sie den Notdienst rufen sollten
Lässt sich die Toilette mit keiner dieser Methoden befreien, sitzt die Verstopfung vermutlich tief im Abflussrohr oder im Fallrohr des Hauses. Auch wenn gleichzeitig andere Abflüsse gluckern oder Wasser hochdrückt, deutet das auf ein Problem im Hauptstrang hin.
Spätestens dann ist professionelle Hilfe gefragt. Unser Installateur-Notdienst rückt mit professionellem Equipment an und löst auch hartnäckige Verstopfungen schnell. Rufen Sie an: 0176 17978825.
Häufige Fragen zu verstopften Toiletten
Feuchttücher, Hygieneartikel, Wattestäbchen, Speisereste, Katzenstreu und Fett gehören niemals ins WC. Sie sind die häufigste Ursache für Verstopfungen und verstopfen im Zweifel das ganze Fallrohr.
Cola wird oft empfohlen, hat aber kaum nennenswerte Wirkung gegen feste Verstopfungen. Heißes Wasser mit Spülmittel oder eine Saugglocke sind deutlich effektiver.
Gluckernde Geräusche deuten auf eine Belüftungsstörung oder eine beginnende Verstopfung im Abfluss hin. Wird es schlimmer, sollten Sie die Ursache prüfen lassen.
Verursachen Sie die Verstopfung selbst, tragen Sie in der Regel die Kosten. Liegt das Problem im gemeinschaftlichen Abwasserstrang, ist meist der Vermieter zuständig.
🚨 Notfall? Wir helfen sofort. Bei akuten Sanitär- und Heizungsnotfällen ist unser Installateur-Notdienst rund um die Uhr für Sie erreichbar — deutschlandweit, 365 Tage im Jahr. Rufen Sie an unter 0176 17978825.