Zuerst: Diese einfachen Checks selbst durchführen
Nicht jeder Heizungsausfall erfordert sofort einen Techniker. Prüfen Sie zunächst diese Punkte:
- Thermostat: Ist die gewünschte Temperatur höher als die Raumtemperatur eingestellt?
- Sicherungskasten: Hat die Heizung einen eigenen Sicherungskreis? Ist er ausgelöst?
- Brenner: Bei Gasheizungen — leuchtet die Zündflamme?
- Druck: Das Manometer am Heizkessel sollte zwischen 1,5 und 2 bar zeigen
- Fehlercode: Viele moderne Heizungen zeigen am Display einen Fehlercode
Druck zu niedrig — Heizung selbst auffüllen
Zeigt das Manometer unter 1 bar, ist der Heizdruck zu niedrig. Viele Heizungen lassen sich über den Einfüllhahn (oft ein blauer oder roter Hebel unter dem Kessel) selbst nachfüllen. Beachten Sie die Anleitung Ihrer Heizungsanlage. Sinkt der Druck immer wieder, deutet das auf ein Leck im System hin — dann muss ein Techniker ran.
Entlüftung der Heizkörper
Werden Heizkörper oben warm, unten aber kalt? Das deutet auf eingeschlossene Luft hin. Mit einem Heizkörperschlüssel können Sie das Entlüftungsventil (meist oben an der Seite) kurz öffnen, bis Wasser herauskommt. Danach den Heizdruck prüfen und ggf. nachfüllen.
Wann muss ein Fachmann her?
Rufen Sie sofort den Notdienst, wenn:
- Gasgeruch wahrnehmbar ist — dann auch Fenster öffnen und Haus verlassen
- Der Heizkessel ungewöhnliche Geräusche macht (Klopfen, Zischen, Pfeifen)
- Wasser aus dem Kessel oder den Rohren austritt
- Der oben genannte Druckabfall immer wiederkehrt
- Kein Warmwasser trotz laufender Heizung vorhanden ist
Wie lange hält eine Heizungsanlage?
Gut gewartete Gasheizungen halten im Schnitt 15 bis 25 Jahre. Ältere Anlagen sind anfälliger für Ausfälle und ineffizienter. Wenn Ihre Heizung älter als 20 Jahre ist, lohnt sich ein Gespräch über eine moderne, energieeffiziente Anlage — auch im Hinblick auf steigende Heizkosten.