Welche Rohre sind gefährdet?
Besonders frostgefährdet sind Wasserleitungen, die:
- In unbeheizten Bereichen verlaufen (Keller, Garage, Dachboden, Außenwände)
- Im Freien liegen (Gartenleitungen, Außenzapfhähne)
- In schlecht isolierten Bereichen geführt werden
- In alten Gebäuden ohne ausreichende Dämmung liegen
Checkliste: Rohre winterfest machen
- ✓ Außenwasserhähne absperren und entleeren
- ✓ Gartenschläuche vollständig entleeren und einlagern
- ✓ Freiliegende Rohre im Keller mit Isolierschlauch dämmen
- ✓ Undichte Fenster und Türen in Kellerräumen abdichten
- ✓ Bei längerer Abwesenheit Heizung auf Frostschutz-Modus stellen
- ✓ Standleitungen in Ferienwohnungen vollständig entleeren
Rohre isolieren — so geht's richtig
Im Baumarkt erhalten Sie Isolierschläuche aus Schaumstoff oder Mineralwolle, die passgenau um Rohre gelegt werden. Achten Sie darauf, dass alle Verbindungen und Ventile ebenfalls abgedeckt werden — das sind die kritischen Punkte.
Was tun, wenn das Rohr gefroren ist?
Gefroren, aber noch nicht geplatzt? Dann handeln Sie vorsichtig:
- Hauptwasserhahn aufdrehen — so merken Sie, ob das Rohr bereits gebrochen ist
- Rohr langsam mit warmem (nicht kochendem!) Wasser oder einem Heizlüfter erwärmen
- Niemals offene Flammen zum Auftauen verwenden — Brandgefahr!
- Wenn Wasser austritt: Haupthahn sofort zu und Notdienst rufen
❄️ Wichtig bei Abwesenheit: Stellen Sie die Heizung auf mindestens 10°C — niemals ganz ausschalten. Das reicht aus, um Rohre im beheizten Gebäude zu schützen.